Spielerschutz
Glücksspiel ist Unterhaltung und keine Einnahmequelle. Sobald es aufhört, Unterhaltung zu sein, ist Hilfe kostenlos und vertraulich zu haben.
Anzeichen, die man ernst nehmen sollte
- Sie werden unruhig oder gereizt, wenn Sie nicht spielen können.
- Sie setzen Geld ein, das für etwas anderes vorgesehen war.
- Sie verschweigen Angehörigen, wie viel Zeit oder Geld hineingeht.
- Sie spielen, um Verluste zurückzuholen.
- Sie spielen länger, als Sie sich vorgenommen hatten, und zwar regelmäßig.
Was jeder lizenzierte Anbieter bieten muss
Diese Werkzeuge sind keine Kulanz, sondern Auflage der Erlaubnis. Wer sie nicht umsetzt, verstößt gegen die Lizenz, und genau das ist ein Beschwerdegrund.
- OASIS. Die Sperre gilt bundesweit bei jedem Anbieter mit deutscher Erlaubnis, nicht nur bei dem, wo Sie sie eintragen.
- Einsatzgrenze. Höchstens 1 Euro pro Vorgang am virtuellen Automaten.
- Spielpause. Fünf Sekunden zwischen zwei Vorgängen, vorgeschrieben und nicht abschaltbar.
- Einzahlungslimit über LUGAS. Standardmäßig 1 000 Euro im Monat, und zwar über alle deutschen Anbieter zusammengerechnet, nicht je Anbieter.
- Panikknopf. Sofortige Sperre für 24 Stunden, ohne Rückfrage.
Wo es echte Hilfe gibt
Die Beratung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar: 0800 1 37 27 00. Beratung gibt es auch persönlich vor Ort in jedem Bundesland, ohne dass Sie Ihren Namen nennen müssen.
Altersgrenze
Glücksspiel ist in Deutschland ab 18+ erlaubt. In Niedersachsen und Baden-Württemberg gilt für Spielhallen die Grenze von 21 Jahren. Anbieter, die das Alter nicht prüfen, arbeiten nicht mit deutscher Erlaubnis.
Für Angehörige
Sie können eine Sperre nicht für eine andere Person eintragen, aber Sie können bei der Beratungsstelle anrufen und sich sagen lassen, was in Ihrer Lage möglich ist. Diese Beratung richtet sich ausdrücklich auch an Angehörige.